Posted by admin | Posted in Uncategorized | Posted on 01-06-2010
Man sollte im Hinterkopf behalten, dass es Inhaltsstoffe geben kann die giftig sind. Logischerweise ist es nicht der Zweck an sich der giftig ist, sondern die damit verbundenen Inhaltsstoffe bzw. deren Menge. Ja, alle Stoffe haben eine Dosis, unter der eine Giftwirkung nicht nachweisbar ist, und eine, über der sie gesundheitsschädlich wirken. Käse ist ein mikrobiologisches Abbauprodukt Ja und? Daraus folgt weiter nichts. Siehe Sauerstoff. In der Natur ist des einen Abfall des anderen Nahrung. Und alles andere als leicht verdaulich: “Käse schliesst den Magen” Ja und? Daraus folgt auch weiter nichts. Die sogenannten Ballaststoffe sind noch schwerer verdaulich, weißer Zucker sehr leicht. Solange es genug pflanzliche Nahrung gibt, gibt es keinen ernährungsphysiologischen Grund Kuhmilch zu verzehren Ah. Ja. Habe ich auch nicht behauptet. Wenn’s nicht so gemeint war, haben wir großartig aneinander vorbeigeredet. Offenbar. Der Zweck an sich ist logischerweise nicht gesundheitsschädlich, aber die Inhaltsstoffe die für diesen Zweck von der Kuh in die Milch produziert werden. Ok, mag sein. Inhaltsstoffe mögen gesundheitssschädlich sein, aber wenn, dann folgt das eben nicht unmittelbar aus der Zweckbindung, sondern allein aus den Auswirkungen, die sie auf _uns_ Menschen haben. Es ist für uns an sich irrelevant, ob das was wir zu uns nehmen, Abfallprodukte (wie Sauerstoff und Käse), zweckgebunden (wie Samen oder Milch), leicht oder schwer verdaulich oder was auch immer sind.Relevant ist für uns nur, was damit in uns passiert. Das ist alles,was ich sagen wollte, und das lässt für Tollkirschen und Lactose jeden Spielraum, giftig zu sein oder nicht. Schon mal einen TV-Bericht von Manfred Karremann gesehen? Oder ein Schlachthausvideo? oder das Covance-Video? Kann ich nur empfehlen. Zur Aufklärung, nicht weil es besonders angenehm ist sich das anzusehen. Ich weiß nicht recht. Ich schau mir auch ungern Kriegsberichterstattung an. Ich glaube dir, dass das erhellend sein mag, aber was Schmerz und Blut sind, weiß ich weit genug aus eigener Erfahrung, um auch so schon gegen ihre vorsätzliche Verursachung zu sein. Um Massentierhaltung und grausame Schlachtungen abzulehnen, muss man sie nicht Holocaust nennen. Man muss nicht, aber man kann Das bleibt wohl Ansichtssache. Bestimmte Parallelen existieren, aber ich neige eher dazu, Dinge genauer voneinander abzugrenzen. Meiner Beobachtung nach ist der Begriff in diesem Zusammenhang sowohl bei Veganern als auch bei (dann ggf. “Bio-”)Fleischessern unterschiedlich umstritten (zugegebermaßen ungleich verteilt). Ich bezweifle, dass manche der zu Nutzzwecken gehaltenen Tiere (z.B. Hühner) eine Vorstellung vom Tod und von der Zukunft haben (selbst fünfjährige Kinder, sonst durchaus zu abstraktem Denken fähig, tun sich damit schwer). Dürfen deswegen auch Kinder bis zu 5 Jahren oder geistig auf diesem Niveau zurückgebliebene Menschen wie derzeit Nutz-Hühner gehalten und behandelt werden?
Natürlich nicht. Ebensowenig wie die Hühner. Diese Art der Hühnerhaltung ist scheiße, für mich hat sie aber einen anderen Braunton als der Holocaust. Sie fühlen fraglos die gegenwärtige Qual, aber wissen nicht, was an deren Ende stehen wird. Das macht es nicht besser, aber anders. Zitat von Jeremy Bentham: ‘The question is not, “Can they reason?” nor, “Can they talk?” but rather, “Can they suffer?”‘ Ja, können sie. Hab ich ja auch gerade geschrieben. Wir streiten hier gar nicht um Pro und Contra von Legezellen, sondern nur um einen Oberbegriff, den ich enger fasse als du.
